Ein Patient mit Gesundheitskarte beim Arzt
Digitale Leistungen

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Lesedauer unter 9 Minuten

Redaktion

  • Barmer

Qualitätssicherung

  • Nadine Mietsch

Als Barmer-Mitglied erhalten Sie Ihre neue Versichertenkarte immer automatisch zugesandt. Die aktuelle elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist mit der sogenannten NFC-Technologie ausgestattet. Das heißt, sie ermöglicht Ihnen den kontaktlosen Datenaustausch und viele weitere Funktionen wie z. B. den Zugriff auf die elektronische Patientenakte.

Die elektronische Gesundheitskarte ist Ihr persönlicher Versicherungsnachweis für ärztliche und zahnärztliche Behandlungen sowie Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen. Sie weisen sich damit in Arztpraxen und Krankenhäusern aus und bestätigen, dass Sie bei der Barmer versichert sind.

Alle neu ausgestellten Karten sind mit NFC-Technologie ausgestattet. NFC steht für „Near Field Communication“ und bedeutet, dass die Datenübertragung kontaktlos erfolgen kann. Sie erkennen dies anhand des Symbols für den kontaktlosen Austausch auf der Vorderseite.

Aktueller Hinweis: Da die Funktionen der Gesundheitskarte regelmäßig erweitert werden, legen wir höchsten Wert auf den Datenschutz. Daher versenden wir Versichertenkarten seit 1. Oktober 2023 nur noch an Sie, wenn Ihre aktuelle Adresse beim Einwohnermeldeamt gemeldet ist. Sie ziehen gerade um? Dann senden Sie uns eine Nachricht.

Welche Daten sind auf der elektronischen Gesundheitskarte zu sehen?

Auf der elektronischen Gesundheitskarte ist neben Ihrer Unterschrift auch Ihr Foto abgebildet. Auf der Rückseite finden Sie die Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC), mit der Sie auch bei Reisen ins Ausland abgesichert sind, wenn Sie mal ärztliche Hilfe benötigen.

  1. Foto
  2. Name
  3. Krankenversichertennummer (KVNR) (unveränderlich)
  4. Krankenkasse
  5. Kennzeichnung "eGK" in Braille-Schrift (ertastbare Blindenschrift)
  6. Zertifikat des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)
  7. Kontaktloszeichen für die NFC-Technologie
  8. Card Access Number (CAN) (6-stellige Nummer – hier: 123456)
  9. EHIC (Europäische Krankenversicherungskarte) auf der Rückseite
  10. Ablaufdatum
Muster der BARMER Versichertenkarte mit Vorderseite

Welche weiteren Funktionen hat die elektronische Gesundheitskarte?

In einigen Fällen ermöglicht Ihnen die elektronische Gesundheitskarte mit PIN den Zugriff auf digitale Anwendungen.

Wenn Sie mit Ihrer Gesundheitskarte die zusätzlichen Funktionen nutzen möchten, benötigen Sie eine PIN. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung lesen Sie, wie einfach Sie Ihre PIN zur Gesundheitskarte erhalten.

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Wie werden die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte gesichert?

Mit dem "Sicherheitsgutachten für die eGK-Herausgabeprozesse" gewährleistet die Barmer höchsten Schutz Ihrer besonders schützenswerten Daten, die auf der Karte und im System gespeichert sind. Dies wurde durch die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) offiziell bestätigt.

Wichtige Bestimmungen rund um den Datenschutz bei Nutzung der Barmer-Versichertenkarte:

  • Sie selbst bestimmen den Umfang der Einträge und wer diese einsehen darf.
  • Sie haben das uneingeschränkte Recht, Ihre Daten jederzeit wieder löschen zu lassen.
  • Jede elektronische Gesundheitskarte verfügt über eine persönliche Geheimzahl (PIN), die für die Nutzung der zusätzlichen Funktionen und Anwendungen erforderlich ist.
  • Generell haben nur Personen mit einem speziellen Berechtigungsausweis (Heilberufsausweis), der mit einer qualifizierten elektronischen Signatur ausgestattet ist, Zugriff auf die elektronische Gesundheitskarte. Dazu gehören z. B. Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Krankenhäuser.
  • Der Zugriff auf die sensiblen Daten ist nur möglich, wenn der Heilberufler seinen Heilberufsausweis und der Versicherte seine Gesundheitskarte zeitgleich im System nutzen.
  • Arztpraxen überprüfen die Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte. Liegt ein Sperrvermerk für die Gesundheitskarte vor, z. B. weil diese als verloren gemeldet wurde, so wird in der Praxissoftware ein entsprechender Hinweis angezeigt.

Die NFC-Technologie, die bei den elektronischen Gesundheitskarten zum Einsatz kommt, gilt als besonders sicher, weil Daten nur über eine geringe Distanz ausgetauscht werden können. Bei größeren Entfernungen ist ein Datenfluss nicht mehr möglich. Die Daten können kontaktlos nur in Kombination mit der zusätzlichen Eingabe der sechsstelligen Card Access Number (CAN) verschlüsselt übertragen werden.

So kommt Ihr Foto auf die Gesundheitskarte

Damit Ihre Versichertendaten geschützt sind, benötigen wir ein aktuelles Bild von Ihnen. Das Foto können Sie entweder online hochladen oder der Barmer per Post zusenden.

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Wie bin ich im Ausland mit der elektronischen Gesundheitskarte geschützt?

Die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, kurz EHIC) befindet sich auf der Rückseite der Karte. Sie bietet Versicherungsschutz in allen EU-Staaten sowie vielen weiteren Ländern Europas und sogar einigen außereuropäischen Staatsgebieten. Damit werden Sie im Notfall von ausländischen Ärzten und Krankenhäusern versorgt. Zusätzlich ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung als günstige Ergänzung empfehlenswert, damit ein notwendiger Rücktransport oder entstehende Mehrkosten abgesichert sind.

Häufige Fragen und Antworten zur elektronischen Gesundheitskarte

Falls einmal das Problem auftritt, dass Ihre Barmer-Gesundheitskarte nicht akzeptiert wird, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Wir klären das Problem mit den zuständigen Stellen und informieren die betroffene Arztpraxis. Auf Wunsch senden wir Ihnen auch gern eine neue Gesundheitskarte zu.

Ihre Barmer-Vorteile bei der elektronischen Gesundheitskarte

  • E-Rezepte in der Apotheke einlösen
  • Möglichkeit, die Barmer eCare, Ihre elektronische Patientenakte auch ohne App zu nutzen