Vater und Kind machen Yoga-Übung im Wohnzimmer
Yoga

Was ist Yoga und warum sollte ich damit anfangen?

Lesedauer unter 5 Minuten

Redaktion

  • Barmer

Qualitätssicherung

  • Viktoria Vida (Psychologin, Master of Science)

Ist Yoga ein Sport? Eine Lehre? Oder die Harmonie von Körper und Geist? Die richtige Antwort lautet: ja, ja und ja. Das Großartige an Yoga ist, dass alle mitmachen können. Aber wie und wo fängt man mit Yoga an?

Yoga verbindet die Bewegung des Körpers und Betrachtung des Inneren in einer etwa 5000 Jahre alten Philosophie, die im Laufe der Zeit von Indien in die gesamte Welt getragen wurde. Heute praktizieren in Deutschland mehr als 3,2 Millionen Menschen ab14 Jahren in ihrer Freizeit Yoga. Und Begriffe wie der herabschauende Hund und der Sonnengruß kennen sogar jene, die bisher noch nie im Schneidersitz auf einer Yogamatte saßen.

Was ist Yoga? Einfach erklärt

Yoga ist ein Wort aus dem indischen Sanskrit (altindische Sprache) und bedeutet so viel wie Vereinigung, Einheit, Verbindung. Das, was sich die westliche Welt oftmals unter Yoga vorstellt, ist allerdings nur der Bruchteil einer der ältesten Wissenschaften der Welt, die den Menschen ganzheitlich betrachtet.

Ganzheitlich meint, dass der Mensch ein körperliches und geistiges Wesen ist. Schon die Reise zu sich selbst, also Selbsterkenntnis, gehört zum Yoga. Ganz wesentlich geht es beim Yoga darum, sich von der Last der Körperlichkeit zu befreien. Damit sind Rückenschmerzen durch zu langes Sitzen am Schreibtisch genauso gemeint wie innere Unruhe durch zu viel Stress.

Frau macht draußen Yoga

Yoga bietet meditative Techniken, deren Fokus auf geistiger Konzentration liegt und körperliche Übungen, die unsere Kraft und Beweglichkeit verbessern.

Zu den bekanntesten Bestandteilen von Yoga gehören:

  1. Körperübungen (Asanas)
  2. Atemübungen (Pranayama)
  3. Meditation (Dhyana)

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Für wen eignet sich Yoga? Welches Yoga ist am besten für den Einstieg?

Natürlich gibt es die Yoga-Überflieger. Frauen und Männer, die aus dem Stand in einen Handstand wechseln, die Beine hinter ihre Ohren und den Kopf zwischen die Füße klemmen können. Doch lassen Sie sich davon nicht abschrecken – diese Menschen, die wir von Instagram und Werbeplakaten kennen, praktizieren Yoga seit Jahren teilweise täglich. Daher nehmen wir es vorweg: Sie müssen das nicht.

Sie können sich beispielsweise einmal pro Woche eine Stunde Zeit nehmen und trotzdem seelische und körperliche Verbesserung, Entlastung und Erfolge empfinden. Mit Erfolgen meinen wir, dass Sie durch gezieltes Atmen ruhiger werden, Ihre Gedanken besser kontrollieren können, mehr Energie haben und sich generell stärker und beweglicher fühlen.

Mann im Lotussitz macht Yoga

Yoga hat kein festgelegtes Tempo und erfordert kein Mindestmaß an Kraft

Kurzum: Yoga eignet sich wunderbar für Menschen ohne Yoga-Vorerfahrung. Denn jede und jeder fängt erst einmal damit an, auf einer Yogamatte zu sitzen und tief zu atmen. Wer (noch nicht) mit den Fingerspitzen den Boden berühren kann, findet sein ganz eigenes Tempo. Und egal, ob Sie zehn Minuten täglich oder mehrere Stunden wöchentlich trainieren, beim Yoga ist tatsächlich der Weg das Ziel – der Weg zu einem geschmeidigen Körper und einem freien Geist.

Durch die unterschiedlichen Arten und Lehrmethoden eignet sich Yoga für jedes Alter und jede Lebenssituation. Anders als viele andere Sportarten lässt sich Yoga an Ihre Bedürfnisse anpassen und eröffnet Ihnen einen ganz persönlichen Weg.

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Was bewirkt man mit Yoga?

Wo sollen wir anfangen? Yoga ist praktisch für alles gut, was unseren Körper und unseren Geist betrifft. Die regelmäßigen Körperübungen, auch Asanas genannt, haben viele positive Auswirkungen. Man ist entspannter, beweglicher und ausgeglichener. Man stärkt das Herz-Kreislauf-System und die gesamte Muskulatur, kann bestimmte Stellen seines Körpers definieren und findet durch Meditation zur Ruhe. Zusätzlich lernt man auch, den Fokus auf den Atem und den gegenwärtigen Moment zu legen. Bevor Sie sich also in die Welt des Yogas und der Yogis begeben, sollten Sie sich fragen, was Sie genau von Yoga erwarten.

Möchten Sie fitter und kräftiger werden? Möchten Sie sich stressfreier und beweglicher fühlen? Brauchen Sie einfach mehr Zeit für sich? Auf all diese Fragen finden Sie in der Welt der herabschauenden Hunde und Sonnengrüße eine Antwort in Form von verschiedenen Yoga-Arten, die in Yogastudios, Yogaschulen und durch Yoga-Onlinevideos vermittelt werden. 

Gibt es Yoga-Videos und Yoga-Übungen für zu Hause?

Für Yoga brauchen Sie keine Turnhalle, keinen Rasenplatz und keine teure Ausrüstung. Alles, was Sie mitbringen müssen, sind ein interessierter Geist und ein Körper, der sich nach fließenden, kräftigenden und geschmeidigen Bewegungen sehnt. Yoga lässt sich überall praktizieren, denn spätestens mit der Digitalisierung ist Yoga für zu Hause mit einem Laptop, Tablet oder Smartphone möglich.

Wir raten zum Anfang, die ersten Übungen im Beisein einer professionellen Yogalehrerin oder eines professionellen Yogalehrers zu versuchen – denn bei machen Asanas, also den Körperübungen, ist es essenziell, dass Sie keine Fehlhaltung einnehmen. Die gute Nachricht ist: Es gibt tausende Yogastudios und Yogaschulen in Deutschland, die in ihren Kursen von Hatha über Kundalini bis zu Bikram oder Yin sämtliche Yoga-Stile unterrichten.

Das Angebot Online-Yoga-Videos, die gratis zur Verfügung stehen, wächst täglich. Auch bei der Barmer – denn wir haben uns mit Yoga-Coachin Lydia zusammengetan, damit Sie zu Hause Körper und Geist vereinen können. Für mehr Energie und Wohlbefinden. Lydia ist ausgebildete Yogalehrerin und hat das ganzheitliche Programm Urban Yogaism – urbanes Yoga – ausgearbeitet. In leicht verständlicher Sprache und mit genauer Anleitung macht Lydia Asanas vor, die Anfängerinnen und Anfänger, aber natürlich auch Fortgeschrittene ganz bequem im Wohnzimmer praktizieren können. 

Am Ende einer Stunde verabschieden sich Yogalehrer mit dem Sanskrit-Wort Namaste. „Namas“ bedeutet Verbeugung, „te“ steht für dir. Wörtlich übersetzt heißt Namaste daher: Ich verbeuge mich vor dir. In diesem Sinne: Namaste.

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