Fachkräftemangel, steigende Krankenstände und hohe Belastungen stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen. Umso wichtiger ist gesunde Arbeit als Erfolgsfaktor für Produktivität, Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität. Eine aktuelle Studie von FAZ und Barmer mit 550 mittelständischen Unternehmen zeigt, welche Rolle Führungskräfte dabei spielen und welche Maßnahmen nachhaltig Wirkung entfalten.
Die Diskussionen über Fachkräftemangel, Produktivität und Krankenstände haben den Blick auf ein zentrales Thema gelenkt: die Gestaltung gesunder Arbeit. Dabei wird mit Gesundheit im Arbeitskontext meist mehr verbunden und gilt als Ausdruck von Motivation, Wohlbefinden, Loyalität und Engagement. Aber Gesunde Arbeit entsteht nicht zufällig. Sie braucht Wissen, Orientierung und einen Blick für die Bedürfnisse von Beschäftigten.
Die gute Botschaft vorab: Die Gesundheit der Mitarbeitenden wird vom Mittelstand als harter Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor wahrgenommen. Mittelständischen Unternehmen bilden in Deutschland das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die meisten Unternehmen zählen zu diesem Segment, das sowohl kleine als auch mittlere Unternehmen (KMU) umfasst. Diese Unternehmen beschäftigen mehr als zwei Drittel der Erwerbstätigen.
Diese Studie zeigt, welche Einstellungen und Haltungen Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte im Mittelstand gegenüber gesunder Arbeit haben. Zugleich zeigt sie Ansatzpunkte auf, wie gesundheitsförderliche Strukturen nachhaltig gestärkt werden können.
Wie wichtig ist die Gesundheit im Mittelstand?
F.A.Z. Business Media | research und Barmer sind der Frage nachgegangen, welche Einstellungen Unternehmensleitungen und obere Führungsebenen im Mittelstand gegenüber der Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeit haben. Hierzu wurden 550 Interviews mit Firmeninhabern, Geschäftsführungen, sowie Führungskräften der obersten Ebenen geführt, die Unternehmen mit 50 bis 2.000 Mitarbeitenden repräsentieren. Die Befragung ist quotenrepräsentativ für die Unternehmensgrößen, Branchen sowie der regionalen Verteilung.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Mittelstand die Bedeutung von Gesundheit erkannt hat. So gilt für 94% der Befragten die Gesundheit der Mitarbeitenden als ein eher wichtiger oder wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg, noch vor Flexibilität, Innovation und Nachhaltigkeit. Und die Gesundheit ist in den letzten drei Jahren wichtiger geworden. Die Mehrheit bietet bereits gesundheitsförderliche Maßnahmen an, die für ein besseres Betriebsklima und eine höhere Arbeitszufriedenheit sorgen.
94 Prozent der mittelständischen Unternehmen sehen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden als wichtigen Erfolgsfaktor und fördern sie gezielt.