Junge Frau mit roten Haaren liegt im Bett unter dem Kopfkissen versteckt
Zeitumstellung am 25. Oktober und Schlafstörungen

So kommt die innere Uhr wieder in den Takt

Lesedauer weniger als 4 Min
  • In Berlin lebten im Jahr 2025 rund 263.000 Menschen mit ärztlich dokumentierten Schlafstörungen. In Brandenburg waren es rund 202.000.

  • Die Umstellung auf Winterzeit am kommenden Sonntag kann den Schlaf-Wach-Rhythmus vorübergehend verändern.

  • Ein ruhiger Übergang bei der Zeitumstellung gelingt nach Einschätzung der BARMER am besten, wenn der Alltag seinen gewohnten Rhythmus behält.

  • BARMER-Landesgeschäftsführerin Leyh: „Tageslicht, feste Schlafenszeiten und nicht zuletzt weniger Bildschirmlicht am Abend können die Anpassung des Körpers bei jeder Form von Zeitumstellung grundsätzlich erleichtern.”

     

Berlin/Potsdam, 22. Oktober 2026 – Am kommenden Sonntag (25. Oktober) werden die Uhren in der Nacht von Sommer- auf Winterzeit umgestellt. Viele Menschen freuen sich über die zusätzliche Stunde. Für die innere Uhr ist die neue Zeit jedoch immer wieder eine Veränderung. In den ersten Tagen können Müdigkeit, geringere Konzentrationsfähigkeit oder Probleme beim Ein- und Durchschlafen auftreten. Besonders Menschen, die bereits unter Schlafstörungen leiden, spüren die Umstellung häufig stärker. Nach einer aktuellen Auswertung des BARMER-Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) waren in Berlin im Jahr 2025 rund 263.000 Menschen von ärztlich dokumentierten Schlafstörungen betroffen. In Brandenburg waren es rund 202.000 Menschen. Diese Werte entsprechen einem Anteil von gut sieben Prozent der Bevölkerung in der Bundeshauptstadt und knapp acht Prozent im benachbarten Brandenburg. „Schlechter Schlaf kann weit mehr als eine unruhige Nacht mit sich bringen. Wer dauerhaft nicht zur Ruhe kommt, ist tagsüber oft weniger belastbar. Solche Beschwerden sollten aber dauerhaft nicht einfach hingenommen werden“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Berlin und Brandenburg. Würden Schlafprobleme über längere Zeit anhalten, sei ärztlicher Rat zu empfehlen.

Gewohnte Zeiten möglichst beibehalten

Die BARMER empfiehlt, bei jeder Form von Zeitumstellung möglichst dennoch zur üblichen Zeit aufzustehen und auch Mahlzeiten, Bewegung und abendliche Routinen nicht unnötig stark zu verändern. Empfindliche Menschen können versuchen, ihren Schlafrhythmus bereits vor dem eigentlichen Datum der Zeitumstellung schrittweise anzupassen und jeden Abend einige Minuten früher ins Bett zu gehen. Ein langes Ausschlafen im Vorfeld sei dagegen nicht immer hilfreich, weil dann am Abend die nötige Müdigkeit fehlen könne. „Der Körper orientiert sich an wiederkehrenden Signalen. Wer morgens wie gewohnt aufsteht und den Tag klar strukturiert, gibt der inneren Uhr eine verlässliche Richtung vor“, erklärt Leyh.

Tageslicht am Morgen, weniger Licht am Abend

Morgendliches Tageslicht unterstütze den Körper dabei, wach zu werden und sich auf die neue Uhrzeit einzustellen. Schon ein kurzer Spaziergang oder der Weg zu Fuß könne helfen. Am Abend sollte helles Licht generell möglichst reduziert werden. Das gilt insbesondere für Smartphones, Tablets und Computer. Deren Licht könne die Ausschüttung des körpereigenen Schlafhormons Melatonin verzögern. „Wer morgens Licht sucht und abends bewusst zur Ruhe kommt, schafft gute Bedingungen für erholsamen Schlaf. Entscheidend sind keine komplizierten Regeln, sondern schon kleine Gewohnheiten, die sich im Alltag auch tatsächlich durchhalten lassen“, erläutert die BARMER-Landeschefin. So könne auch Bewegung den Schlaf unterstützen. Intensive sportliche Belastungen direkt vor dem Zubettgehen seien jedoch nicht für alle Menschen geeignet. Zudem helfen ein eher kühles, ruhiges Schlafzimmer und der Verzicht auf schwere Mahlzeiten kurz vor der Nachtruhe. „Alkohol ist kein geeignetes Schlafmittel. Er kann zwar zunächst müde machen, stört aber häufig die Erholung in der zweiten Nachthälfte.“

Die Auswertung des BARMER-Instituts für Gesundheitssystemforschung zu Schlafstörungen kann hier abgerufen werden (ICD-10-Code G47/„Schlafstörungen“).

Diese Pressemitteilung steht auch im Presseportal der BARMER-Landesvertretung Berlin/Brandenburg zum Download bereit.

Pressekontakt:

Kai Fortelka
Pressesprecher der BARMER für Berlin und Brandenburg
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